EDB 22 Rhin
Le Rhin, le Grand Canal d’Alsace, le Haut Rhin, le canal de Colmar Le canal de Huningue, le canal du Rhône au Rhin branche nord

Der Rhein entspringt im Gotthardmassiv in den schweizer Alpen und fliegt durch die Schweiz, Österreich, Deutschland und endet in den tiefen Ebenen der Niederlande.
Der rund 1300 km lange Fluss wird vom Quellgebiet bis zur Nordsee in sieben große Abschnitte unterteilt: Alpenrhein, Bodensee, Hochrhein, Oberrhein, Mittelrhein, Niederrhein und Deltarhein.
In diesem Binnenführer ist der befahrbare Abschnitt des Oberrheins und des Rhein-Seitenkanals (Grand Canal d'Alsace) dargestellt. Zweiteres ist eine künstlich angelegte Wasserstraße, die gebaut wurde, um die vielen Biegungen und Untiefen des ehemaligen Flussverlaufs zwischen Basel und Straßburg zu umgehen.
Größe 21 x 29,7 cm - 112 Seiten / ISBN 2-913120-55-5 / Erstauflage 2018

Der Rhein-Seitenkanal.
Am Ende des Ersten Weltkriegs werden im Versailler Vertrag vom 28. Juni 1919 neue Grundlagen für den Rheinregulierung festgelegt. Das starke Gefälle sowie die hohe und regelmäßige Abflussmenge zwischen Basel und Straßburg sind für die Wasserkraftproduktion von großer Bedeutung. Am 9. Juli 1919 legen der elsässische Ingenieur René Koechlin und die »Société des Forces Motrices du Haut-Rhin« das Projekt für einen Rhein-Seitenkanal vor, der später »Grand Canal d'Alsace« heißen sollte. Ziel dieses Projektes ist ein wirksamerer Hochwasserschutz, eine Verbesserung der Navigationsbedingungen und eine großangelegte Energieproduktion, die auf die Bedürfnisse der neuen industriellen Entwicklung der Region abgestimmt ist.

Grand Canal d’Alsace, chantier d’Ottmarsheim.
Die Baumaßnahmen.
Zunächst werden in Kembs, Ottmarsheim, Fessenheim und Vogelgrun Wehre eingerichtet, die alle ein Wasserkraftwerk und zwei Schleusen haben.
Unterhalb von Breisach am Rhein ist der Fluss kanalisiert. Auf einem Umgehungskanal gelangen Sie zu den Schleusen von Marckolsheim, Rhinau, Gerstheim und Straßburg. Die beiden letzten Wasserbauwerke, die Schleusen und Wasserkraftwerke von Gambsheim und Iffezheim, wurden in das Flussbett gebaut.
Durch einen verbesserten Hochwasserschutz konnten mehrere Atomkraftwerke am Rheinufer gebaut werden (Leibstadt, Fessenheim, Philippsburg, Biblis und Mülheim-Kärlich), die für ihren Kühlkreislauf das Wasser des Flusses benutzen.
Infolge der Baumaßnahmen produzieren die Wasserkraftwerke nun ausreichend Energie für eine ganze europäische Region und die größten Schiffe der Rheinflotte fahren ganzjährig bis zum Hafen von Basel.
Der nautische Kompass für Frankreichs Binnengewässer
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Mit Hilfe unserer Gebietsvorschau erhalten Sie einen Eindruck davon, mit welcher geografischen Region sich das Produkt auseinandersetzt oder welche Gebiete eine Seekarte abdeckt.